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Hebammen und ihre Aufgabenbereiche

Beruf mit Tradition – die Aufgaben der Hebamme

Hebammen sind in der Schwangerschaft wichtige Ansprechpartner und werden innerhalb dieser neun Monate zur wichtigen Vertrauten. Mit Ihrer Hebamme können Sie über alle Sorgen und Bedenken rund um Geburt und Schwangerschaft sprechen und sie wird Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Ausbildung zum Geburtshelfer bzw. zur Hebamme erfolgt in 1.600 Theorie- und 3.000 Praxisstunden. Gut ausgebildete Geburtshelferinnen besitzen einen großen Wissensschatz und nehmen sich für alle Fragen Zeit. Geburtshelferinnen kümmern sich nicht nur um die werdenden Mütter, auch für die zukünftigen Väter und Geschwister haben sie ein offenes Ohr und beraten, wo sie nur können.

Gerade weil das Vertrauensverhältnis zu der Geburtshelferin innerhalb der Schwangerschaft so wichtig ist, sollten Sie sich mit ihr gut verstehen und sympathisch sein. Sie können sie grundsätzlich zu jederzeit kontaktieren. Finden können Sie Ihre Hebamme online, im Familienzentrum oder über Ihre Frauenärztin. Vor allem wenn Probleme wie vorzeitige Wehen oder Blutungen auftreten, ist es ratsam, die Geburtshelferin anzurufen. Sie wird dann zu Ihnen nach Hause kommen und Sie gründlich untersuchen. Generell können die Schwangerschaftsuntersuchungen, außer die Ultraschalluntersuchungen, von Hebammen durchgeführt werden. Von der Feststellung der Schwangerschaft bis zur Unterstützung während der Geburt ist die Geburtshelferin für Sie da. Dazu zählen auch Ausstellung des Mutterpasses, CTG-Untersuchungen oder Abstriche. Des Weiteren helfen Geburtshelferinnen in Geburtsvorbereitungskursen traumatische Geburtserlebnisse zu überwinden, Ängste vor der Geburt abzubauen oder Schwangerschaftserscheinungen wie Rückenschmerzen entgegenzuwirken, Schlaflosigkeit zu mindern oder Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden.

Die Geburt kann, wenn es keine Komplikationen gibt, vollständig von der Hebamme durchgeführt werden und benötigt grundsätzlich keinen Arzt. Das Fachwissen des Geburtshelfers ist darauf hin ausgerichtet, dass sie erkennt, wenn ein Arzt hinzugezogen werden muss, um medizinisch einzugreifen. Der Geburtshelfer beherrscht verschiedene Griffe, um dem Kind bei einer Fehllage zu helfen. Außerdem kann sie auf die Wünsche der Gebärenden eingehen und ihr eine Geburtsstellung empfehlen. Kommt es zu einem medizinischen Notfall, bei dem in den natürlichen Geburtsvorgang eingegriffen werden muss, steht die Geburtshelferin dem praktizierenden Arzt zur Seite.

Nach der Geburt betreut die Geburtshelferin Mutter und Kind am Wochenbett. Sie gibt Hilfe bei der Pflege und Ernährung des Kindes. Sowie zur Heilung der Geburtswunde und Behebung von Stillproblemen. Außerdem gibt sie Tipps zur Rückbildungsgymnastik und bei psychischen Problemen, die mit dem Geburtsvorgang in Verbindung stehen, z.B. Wochenbettdepressionen.

Der Beruf der Hebamme ist auch gleichzeitig eine Berufung, denn sie hilft nicht nur werdenden Müttern, sondern geht auch in Familien und betreut diese nach der Geburt des Kindes. Sie braucht Herz und Einfühlungsvermögen, um der Familie die Angst vor Fehlern zu nehmen. So genannte Familienhebammen unterstützen Minderjährige, psychisch oder körperlich kranke Mütter und Familien mit Problemen wie Gewaltbereitschaft oder Suchtverhalten. Familienhebammen werden zur Vorbereitung dieser speziellen Pflege von Mutter, Vater und Kindern auf extra Lehrgänge geschickt und sind für Jugendämter oder bei Trägern freier Wohlfahrtspflege tätig.

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