Gepostet von am Oktober 7, 2013 in Allgemein | Keine Kommentare

Laktoseintoleranz bei Babies

 

Laktoseintoleranz bedeutet, dass der Körper Milchzucker (die sog. Laktose) nicht verträgt. Er kann keine, oder eine unzureichende Menge an Enzymem (der sog. Laktase) bilden. Aufgabe der Laktase ist es, den Milchzucker in Galaktose und Glukose aufzuspalten und abzubauen. Bei einer Laktoseintoleranz fehlt der Aufspaltungsprozess des Milchzuckers; er bleibt unverdaut, oder wird im Darm von Bakterien in Milchsäure und Gase umgewandelt. Das drückt und schmerzt.
Es mehrere verschiedene Formen der Laktoseintoleranz
Bei der angeborenen Laktoseintoleranz merkt man es direkt nach der Geburt. In diesem Fall vertragen Babys selbst die Muttermilch nicht. Dann ist schnelle Hilfe vom Arzt unumgänglich. Wartet man zu lange, könnte das Baby leicht dehydrieren im allerschlimmsten Fall sogar Schäden am Gehirn erleiden. Ist die Milchzucker-unverträglichkeit weniger stark ausgeprägt, dann kann sie sich in den ersten Lebenstagen oder Wochen bemerkbar machen.
Bei manchen Babys ist die Darmschleimhaut noch nicht ausreichend entwickelt, und verursacht damit die Unverträglichkeit. Dieses Problem verschwindet von allein, sobald der Darmtrakt weiter ausreift. Dies geschieht normalerweise innerhalb des ersten Lebensjahres.
Dennoch sollte man in beiden Fällen auf Spezialnahrung zurückgreifen.
Ein gänzlich anderer Fall ist es, wenn das Baby oder Kleinkind, an einer Kuhmilcheiweißunverträglichkeit, oder gar Allergie leidet. Dann verträgt es die Muttermilch weiterhin sehr gut, nur bei Fläschchen die mit Kuhmilch zubereitet wurden, machen sich Symptome wie Blähungen oder Bauchschmerzen bemerkbar. Sie kann sich allerdings ebenso gut in allergischen Reaktionen an der Haut oder den Atemwegen zeigen. Sojaprodukte sind erst für Kinder über einem Jahr eine Alternative.
Der Kinderarzt hilft da weiter. Er kann über verschiedene Testverfahren eindeutig klären ob eine Laktoseintoleranz vorliegt. Eine schnelle Möglichkeit ist der H2-Atemtest. Er zeigt an ob eine Störung im Laktoseabbau vorliegt. Wirklich eindeutige Testergebnisse gibts beim Gentest. Dabei läßt sich im Labor eindeutig bestimmen woher die Beschwerden kommen.
Ist die Laktoseintoleranz ärztllich erwiesen, dann erfolgt die konsequente Nahrungsumstellung. Milch und Milchprodukte verstecken sich in vielen Lebensmitteln als Zusätze, daher ist es sehr wichtig sich umfassend mit dem Thema ausseinanderzusetzen und evtl. den einen oder anderen Ratgeber zur Laktosetoleranz zu studieren. Auch dabei hilft der Arzt weiter.